Medizinische Lage in Aleppo spitzt sich zu
Heftige Kämpfe

Damaskus/Genf/Brüssel. Andauernde Bombardements und Kämpfe in der belagerten syrischen Stadt Aleppo gefährden zunehmend die Versorgung von Hunderttausenden Zivilisten. Luftangriffe auf Krankenhäuser brächten die medizinischen Einrichtungen in der umkämpften Stadt an den Rand des totalen Zusammenbruchs, teilten die Vereinten Nationen mit.

Die heftigen Kämpfe und der Beschuss des von Rebellen gehaltenen Ostteils der Stadt dauerten auch am Montag an. Die Armeeführung rief alle Aufständischen in der geteilten Stadt dazu auf, die belagerten Viertel zu verlassen. Der Koordinator des UN-Büros für humanitäre Hilfe (OCHA), Stephen O'Brien, sagte, Verletzte müssten nach Angriffen auf Krankenhäuser abgewiesen werden, es fehle an allen Ecken und Enden an Medikamenten. Die EU will mit einer Nothilfe-Initiative den Einsatz von Hilfsorganisationen unterstützen und Zivilisten schützen. Das teilten die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini und der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Stylianides, in Brüssel mit. Ein Hilfskonvoi steht nach EU-Angaben im Westen Aleppos bereit, um medizinische Güter, Wasser und Lebensmittel in den Ostteil der Stadt zu liefern sowie um Kranke und Verletzte aus der Stadt in Sicherheit zu bringen.
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