Mehr Geld und Flexibilität

Die Große Koalition Regierung will die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber Deutschlands machen. Wichtige Punkte des am Mittwoch vom Kabinett gebilligten Gesetzentwurfs:

Prämien und Zuschläge: Um hoch qualifiziertes Personal zu binden, soll die Bundeswehr künftig Prämien und Zuschläge zahlen können. Diese sollen 20 Prozent der ersten Stufe des Grundgehalts betragen, über einen Zeitraum von vier Jahren.

Erschwerniszulagen: Für besonders schwere Jobs - etwa Minentaucher oder Arbeitsplätze im Bunker - sollen 20 teilweise seit Jahren unveränderte Zuschläge um bis zu 40 Prozent erhöht und drei neue Erschwerniszulagen eingeführt werden. Davon sollen 22 000 Soldaten und 500 Zivilbeschäftigte profitieren.

Sold: Der Wehrsold soll zum 1. November 2015 um 60 Euro erhöht werden.

41-Stunden-Woche: Bei der Bundeswehr soll es eine gesetzlich geregelte Arbeitszeit von 41 Stunden in der Woche und Regeln für die Vergütung von Überstunden geben.

Mehr Teilzeit: Bisher können nur Soldaten mit Kindern unter 18 Jahren oder für die Pflege eines Angehörigen Teilzeit dienen. Künftig soll es keine Beschränkungen mehr geben.

Altersversorgung: Durch eine Nachversicherung sollen die Renten für Zeitsoldaten verbessert werden. Damit sollen sie zivilen Arbeitnehmern gleichgestellt werden.

Beförderungschancen: Für die 42 450 Zeitsoldaten mit Mannschaftsdienstgraden sollen Aufstiegschancen verbessert werden. Statt bisher 20 Prozent von ihnen sollen künftig bis zu 50 Prozent die höchste Laufbahnstufe erreichen können. (dpa)
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