Mehr Personal, mehr Geld und bessere Bewaffnung
Paris rüstet im Kampf gegen Terror auf

Polizeieinsatz bei der Geiselnahme in Paris: Die französische Regierung will massiv in die Sicherheitskräfte investieren. Archivbild: dpa
Zwei Wochen nach der islamistischen Anschlagsserie in Paris mit 17 Toten stockt die französische Regierung die Mittel für den Kampf gegen den Terrorismus drastisch auf. Regierungschef Manuel Valls kündigte am Mittwoch an, dass dafür in den nächsten drei Jahren insgesamt knapp 2700 neue Stellen bei der Polizei und anderen Sicherheitsdiensten geschaffen werden sollen. Zusätzlich seien 425 Millionen Euro unter anderem für Waffen und Ausrüstung vorgesehen.

Während das Land damit gegen Terrorgefahren aufrüstet, rüstet es vor dem Hintergrund des Terrorismus bei seinem Militär weniger stark ab als bislang geplant. Staatspräsident François Hollande ordnete am Mittwoch an, dass das Militär in den kommenden vier Jahren um 7500 Stellen weniger verringert werden soll als bislang vorgesehen. Hollande hatte diesen Schritt mit der "außergewöhnlichen Lage" nach der Anschlagswelle begründet. Die Gesamtausgaben des Valls-Plans erreichen 735 Millionen Euro.

Im Anti-Terror-Kampf setzt die EU-Kommission auf den Austausch der Daten von Flugpassagieren und die Überwachung der Grenzen. Der Entzug von Pässen, um verdächtige Dschihadisten am Reisen zu hindern, sei dagegen Sache der EU-Staaten, sagte Vize-Kommissionschef Frans Timmermans am Mittwoch in Brüssel. Timmermans kündigte ein Paket mit Vorschlägen für Mai an.
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