Mehrere Hundert Flüchtlinge verlassen Lager Idomeni
In der Sackgasse

Idomeni/Athen. Nach Schließung der Balkanroute ziehen immer mehr Flüchtlinge von der griechischen Grenze zu Mazedonien ab. Am Freitag verließen mehrere Hundert Menschen das Lager Idomeni und stiegen in Busse nach Athen. Trotzdem harren noch immer Tausende in Kälte und Schlamm an der Grenze aus. Ihr Schicksal ist weiter ungewiss. Bulgarien erwägt, seine Grenze zu Griechenland mit einem Zaun gegen Flüchtlinge abzuriegeln. Auch Italien wappnet sich gegen eine Verlagerung der Fluchtrouten. In Griechenland harren zurzeit mehr als 42 000 Flüchtlinge aus, täglich setzen weitere aus der Türkei über. Nach Angaben des Krisenstabs in Athen gibt es im ganzen Land zurzeit Aufnahmelager für 30 000 Menschen; bis Ende nächster Woche sollen es 50 000 Plätze sein. Die Regierung hofft darauf, dass sich die Lage in Idomeni in ein bis zwei Wochen normalisiert. "Wir müssen die Menschen überreden, in andere Lager zu gehen. Gewalt wollen und werden wir nicht anwenden. ", sagte Bürgerschutzminister Nikos Toskas. "Mit Tränengas geht das nicht." Die Bundesregierung in Berlin lehnte es ab, die Flüchtlinge aus Griechenland nach Deutschland zu holen.

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