Merkel macht im Gasstreit Druck auf Kiew

Im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Führung in Kiew zu mehr Verantwortung bei der Lösung des Konflikts aufgefordert. Jeder müsse seinen Beitrag leisten, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem slowakischen Regierungschef Robert Fico am Montag in Bratislava. "Es wird nicht so funktionieren, dass die Ukraine erwartet, alle werden etwas zur Lösung der ukrainischen Probleme tun, nur die Ukraine selbst nicht", warnte Fico. Kiew dürfe nicht davon ausgehen, dass Brüssel die ukrainischen Gasschulden bei Russland übernehme.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger setzte sich bei einem Besuch in Kiew für eine Deeskalation ein. Die EU wolle zu einer raschen Lösung des Gasstreits beitragen, teilte das ukrainische Energieministerium nach Gesprächen Oettingers mit. Vertreter Kiews und Moskaus wollen heute unter EU-Vermittlung über den Gaskonflikt verhandeln. Die russischen Behörden nahmen eine Vertreterin der kremlkritischen Gruppe der Soldatenmütter vorübergehend fest. Ljudmila Bogatenkowa sei nach zwei Nächten in Einzelhaft auf Kaution freigelassen worden, sagte der Anwalt Andrej Sabinin. Die 73-Jährige hatte als eine der ersten vom Tod russischer Soldaten bei Kämpfen in der Ostukraine berichtet.
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