Migrationsbeauftragte relativiert Äußerungen
Aydan Özoguz rudert zurück

Aydan Özoguz. Bild: Steinbacher

Berlin. Nach einer Welle der Kritik hat die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz (SPD), kritische Äußerungen über Razzien gegen mutmaßliche Islamisten vom Vortag relativiert. Die Polizeiaktion gegen die zuvor verbotene Salafistengruppe "Die wahre Religion" bezeichnete Özoguz am Mittwoch als "Riesenerfolg". Gleichzeitig räumte sie ein, sie habe sich in einem Interview dazu vielleicht nicht ganz glücklich ausgedrückt.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann warf ihr vor, sie liege völlig daneben: "Auch nur anzudeuten, dass Sicherheitsbehörden hier willkürlich vorgegangen sein könnten, schürt massives Misstrauen gegen unsere Sicherheitsorgane." AfD-Vize Alexander Gauland kritisierte Özoguz als "Islamisierungsbeauftragte und Verteidigerin des Islamismus". NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte Özoguz verteidigt. "Sie hat auf einen Umstand hingewiesen, der zu Recht thematisiert wird. Dass wir schauen müssen, dass sich Teile unserer Gesellschaft ausgegrenzt fühlen."

Özoguz hatte gesagt, wenn bei solche Razzien nichts herauskomme, hinterlasse das Spuren. Man müsse mit Augenmaß an diese Dinge herangehen, dass es nicht heißt, da wird sehr willkürlich in die Moscheen eingedrungen. Am Mittwoch betonte Özoguz: "Ich will nicht missverstanden werden: Ich habe großes Vertrauen in die Arbeit unserer Sicherheitsbehörden. Jeder erfolgreiche Schlag gegen radikale Salafisten ist wichtig."
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