"Milchgipfel"
Bauernverband verlangt schnelle Krisenhilfen

Berlin. Der Bauernverband fordert vom "Milchgipfel" bei Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) schnell spürbare Krisenhilfen. Das sagte Vizepräsident Udo Folgart am Donnerstag in Berlin. Dringlich seien Liquiditätshilfen und etwa auch steuerliche Entlastungen. Generell müsse es eine bessere Mengensteuerung geben, die aber nicht staatlich geregelt werden könne, sagte Bernhard Krüsken, Generalsekretär des Verbands. Auch der Handel müsse Verantwortung übernehmen.

"Die Risiken des Milchmarktes müssen fairer verteilt werden", sagte Schmidt anlässlich eines Treffens mit Milchbauern in seinem Wahlkreis. "Für bessere Erzeugerpreise brauchen wir vor allem auch die Verbraucher." Bei dem "Milchgipfel" soll mit Vertretern von Bauern, Milchwirtschaft und Handel über Lösungen beraten werden. Im Gespräch ist ein Hilfspaket von "100 Millionen Euro plus X". Folgart machte deutlich, dass dieses X erheblich sein müsse. Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) forderte von der EU eine Milliarde Euro Soforthilfe für in Not geratene Betriebe. Zudem solle es für die Bauern Steuererleichterungen geben.
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