Moskau weist Verantwortung für Angriff in Syrien zurück
Bomben auf Schule

Damaskus/Moskau. Russland hat jede Verantwortung für den Luftangriff auf eine Schule in Syrien mit mindestens 35 Toten zurückgewiesen. Bei der Bombardierung am Mittwoch seien 22 Schüler und sechs Lehrer ums Leben gekommen, sagte der Direktor des UN-Kinderhilfswerks Unicef, Anthony Lake, in New York. Nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte trafen sechs Luftschläge Ziele in dem Ort in der Provinz Idlib. Dieser wird von Rebellen kontrolliert, darunter auch radikalislamische Gruppen. Die syrische Opposition beschuldigte das Regime und seinen Verbündeten Russland, in einer gemeinsamen Operation für den Angriff verantwortlich gewesen zu sein. Die Sprecherin des Moskauer Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte hingegen am Donnerstag: "Wir haben nichts zu tun mit dieser furchtbaren Attacke."

Angesichts der Kriege in Syrien und im Irak hat Kremlchef Wladimir Putin einen Marshall-Plan für den Nahen Osten gefordert. "Die kolossale Zerstörung verlangt die Entwicklung eines langfristigen und komplexen Programms", sagte der russische Präsident am Donnerstag im Schwarzmeerkurort Sotschi. "Wenn Sie so wollen, eine heutige Form eines ,Marshall-Plans' für eine Wiederbelebung dieser von Kriegen und Konflikten gequälten Region", erklärte Putin.
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