Mütter sollen Auskunft über Kindsvater geben
Namen nennen

Berlin. Bei Zweifeln an der Vaterschaft sollen Mütter künftig zur Auskunft über den leiblichen Vater ihres Kindes verpflichtet werden. Das Bundeskabinett verabschiedete am Mittwoch einen entsprechenden Gesetzentwurf von Justizminister Heiko Maas (SPD). Damit soll die Rückforderung von Unterhaltskosten durch den sogenannten Scheinvater erleichtert werden. Maas sagte, mit dem Gesetz solle ein "angemessener Interessenausgleich" zwischen dem Scheinvater, dem biologischen Vater und der Mutter geschaffen werden. Die Erfüllung des Regressanspruchs werde auf zwei Jahre begrenzt. Es wäre unangemessen, ein Familienleben über viele Jahre finanziell rückabzuwickeln, betonte Maas. Allerdings gilt die Auskunftspflicht nicht, wenn "schwerwiegende Gründe" dagegen sprechen. Ob in Ausnahmefällen das Persönlichkeitsrecht der Mutter in besonderem Maße verletzt würde, muss vor Gericht geklärt werden. Das Justizministerium reagiert mit der Regelung auf Gerichtsurteile.

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