Mutmaßlicher Islamist in Frankfurt vor Gericht
Radrennen im Visier?

Frankfurt/Köln. Die Absage des traditionsreichen Mai-Radrennens im Taunus wegen einer Terrorwarnung sorgte für Aufregung, nun steht ein mutmaßlicher Islamist vor dem Frankfurter Landgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 36-Jährigen aus Oberursel im Taunus vor, aus dschihadistischen Motiven fest entschlossen gewesen zu sein, mit einer Rohrbombe, Waffen und Chemikalien einen Terroranschlag auf eine Großveranstaltung mit vielen Menschen geplant zu haben. Das bekannte Radrennen durch den Taunus am 1. Mai habe der Deutsche mit türkischen Wurzeln dabei zumindest in Betracht gezogen, heißt es im Eröffnungsbeschluss der Staatsschutzkammer. Die Sportveranstaltung "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" war aus Sicherheitsgründen wenige Stunden vor Beginn abgesagt worden.

Unterdessen steht seit Donnerstag ein salafistischer Prediger wegen gewerbsmäßigen Betrugs vor dem Kölner Amtsgericht. Der Initiator der umstrittenen Koran-Verteilaktion "Lies!" soll zu Unrecht Sozialleistungen in Höhe von rund 54 000 Euro bezogen haben. Laut Anklage verfügte er über ausreichende Einkünfte, die er dem Jobcenter aber verschwieg.
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