Nach den Wahlen in den USA
Donald Trump wittert Betrug

Washington. Vor dem Hintergrund einer Nachzählung im US-Bundesstaat Wisconsin hat der designierte US-Präsident Donald Trump seinen Gegnern erneut Wahlbetrug vorgeworfen. Millionen Menschen hätten am 8. November "illegal" ihre Stimme abgegeben, erklärte der Republikaner auf Twitter, ohne allerdings Beweise vorzulegen.

In den von seiner Gegnerin Hillary Clinton gewonnenen Bundesstaaten Virginia, New Hampshire und Kalifornien habe es "ernsthaften Wahlbetrug" gegeben, schrieb Trump weiter. Es hätten Menschen ihre Stimme abgegeben, die nicht US-Bürger und damit nicht wahlberechtigt seien. Trump reagierte damit auf eine anstehende Neuauszählung in Wisconsin, wo er Clinton nur knapp besiegt hatte. Den sogenannten Recount hatte die Grünen-Bewerberin Jill Stein beantragt. Sie will auch Neuauszählungen in den Staaten Pennsylvania und Michigan, in denen Trump ebenfalls knapp siegte.

Der demokratische Clinton-Konkurrent Bernie Sanders bezeichnete diese Initiative als "keine große Sache". Die Neuauszählungen seien gesetzlich zulässig. "Ich denke, dass niemand ... ernsthaft an tiefgreifende Veränderungen glaubt", sagte Sanders dem Sender ABC. Trump hatte er die geplanten Neuauszählungen als Zeit- und Geldverschwendung bezeichnet. (Kommentar)
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