Nach Schul-Massaker: Pakistan hebt Moratorium auf
Zurück zur Todesstrafe

Nach dem Massaker pakistanischer Talibankämpfer in einer Schule in Peshawar will die Regierung Terroristen künftig wieder hinrichten lassen. Das beschloss Premierminister Nawaz Sharif nach Angaben seines Büros vom Mittwoch. Für Terroristen werde ein derzeit für die Todesstrafe geltendes Moratorium aufgehoben. Zugleich schloss Sharif künftige Verhandlungen mit den pakistanischen Taliban aus und kündigte an, weiter militärisch gegen die Extremisten vorzugehen.

Bei der Terrorattacke und stundenlangen Gefechten mit der Armee waren 148 Menschen ums Leben gekommen, meist Kinder und Jugendliche. In ganz Pakistan begann am Mittwoch eine dreitägige Staatstrauer. An öffentlichen Gebäuden wehten die Fahnen auf halbmast. In vielen Städten kamen Menschen zusammen, um der Opfer zu gedenken. Schulen blieben geschlossen.

Taliban-Kämpfer hatten am Dienstag die von der Armee unterhaltenden Schule in der nordwestpakistanischen Provinzhauptstadt Peshawar gestürmt. Die Extremisten ermordeten Kinder und Jugendliche; insgesamt 132 kamen ums Leben sowie neun Mitarbeiter der Schule. Auch alle sieben Angreifer wurden bei den achtstündigen Gefechten mit den Sicherheitskräften getötet. Nach Angaben der Behörden wurden mehr als 150 Menschen verletzt.
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