Nahles bereitet Reformkonzept für Rente vor
Mehr Eigenvorsorge

Berlin. Arbeitnehmer in Deutschland sollen künftig generell ein Angebot ihres Arbeitgebers für eine Betriebsrente bekommen. Das ist ein Kernpunkt in den Plänen zur Stärkung der Eigenvorsorge, die Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) und Finanzstaatssekretär Jens Spahn (CDU) am Freitag mit den Sozialpartnern und Verbänden in Berlin diskutiert haben. Bei den Reformplänen zur Betriebsrente sei man ziemlich weit, viele andere Fragen seien noch offen, teilte Nahles in der internen Spitzenrunde mit, wie Teilnehmer in Berlin sagten.

Arbeitgeber sollen Betriebsrenten-Angebote machen müssen. Die Beschäftigten sollen sich dagegen entscheiden können. Die Arbeitgeber forderten aber, dass es den Unternehmen freigestellt bleiben solle, ob sie so ein Angebot machen, hieß es. Auch in Tarifverträgen sollen sich die Sozialpartner stärker auf betriebliche Altersvorsorge verständigen können, allerdings seien hier Details noch offen. Diskutiert wird etwa, ob es hierbei Zielrenten geben soll. Das bedeutet, dass den Betroffenen keine bestimmte Rente garantiert, sondern nur noch als Ziel genannt werden soll. Dann könnten die Einzahlungen auf dem Kapitalmarkt angesichts der niedrigen Zinsen in riskanteren Anlageformen mit höherer Rendite angelegt werden.

Um mehr Geringverdiener zu Betriebsrenten zu bewegen, ist ein Zuschuss eingeplant. Dabei soll der Arbeitgeber den für einen Beschäftigten eingezahlten Beitrag zu 30 Prozent über die Lohnsteuer zurückbekommen. Offen sei, ob das ab einem Monatsbrutto von 1500 Euro oder mehr gelten soll. Bei einem nächsten Spitzentreffen im Oktober soll es um die gesetzliche Rente gehen.
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