Nato kommt östlichen Bündnispartnern entgegen
Angst vor Russland

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg verkündete die Pläne des Bündnisses. Bild: dpa
Große Nato-Staaten wie Deutschland, die USA und Großbritannien kommen den östlichen Bündnispartnern bei ihrem Wunsch nach mehr Abschreckung gegenüber Russland weiter entgegen. Nach Informationen der dpa sollen mehrere hundert Soldaten dauerhaft zu Ausbildungs- und Trainingszwecken in Polen sowie Lettland, Estland und Litauen stationiert werden. Diese Länder fühlen sich von der aktuellen Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin besonders bedroht. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg sagte: "Was wir tun ist eine Antwort auf die Aktionen, die wir in der Ukraine, auf der Krim gesehen haben", sagte er. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) kündigte an, dass die Bundeswehr 2019 die Führungsrolle in der neuen schnellen Eingreiftruppe der Nato, der sogenannten "Speerspitze", übernehmen werde.

Nach dem russischen Eingreifen in den Syrien-Konflikt hat die Nato sich bereiterklärt, bei Bedarf Truppen zum Schutz des Bündnisgebietes in die Türkei zu schicken. Die schnelle Eingreiftruppe sei darauf vorbereitet, wenn das nötig sei, sagte Stoltenberg. Deutschland will seine 100 Kilometer von der syrischen Grenze stationierten "Patriot"-Raketenabwehrsysteme trotzdem abziehen. "Es ist die Frage, welche Gefahr wie gebannt werden kann, und in diesem Kontext ist diese Entscheidung richtig", sagte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).

Nach der Taliban-Offensive in Kundus steuert die Nato auf eine Verlängerung ihres Militäreinsatzes in Afghanistan zu. US-Verteidigungsminister Ashton Carter sagte am Donnerstag bei dem Nato-Treffen in Brüssel, die bisherigen Pläne für einen weitgehenden Rückzug bis Ende 2016 müssten den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden.
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