Nato-Russland-Rat
Gespräch ohne Erfolg

Brüssel. Im anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Nato hat Moskau das westliche Bündnis zu einem Kurswechsel in Europa aufgerufen. "Ich habe den Eindruck, dass sie (die Nato) ihr Spiel spielt und das Wichtigste nicht versteht: dass eine echte Entfremdung auf dem europäischen Kontinent stattfindet", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Mittwoch.

Nach dem von Moskau scharf kritisierten Nato-Gipfel vom Wochenende in Warschau trat in Brüssel der Nato-Russland-Rat zum zweiten Mal seit Aufflammen des Ukraine-Konfliktes im Jahr 2014 zusammen. Der Rat ist das wichtigste Forum für Dialog zwischen Moskau und der westlichen Allianz. Konkrete Ergebnisse wurden von dem Treffen auf Botschafterebene aber nicht erwartet.

Russland erwartete eine Erklärung der Beschlüsse des Nato-Gipfels. Das Bündnis hatte eine Verlegung von mehreren Tausend Soldaten in osteuropäische Bündnisstaaten beschlossen - zum Ärger Moskaus. Einige Nato-Mitglieder fühlt sich nach der völkerrechtswidrigen Annektierung der ukrainischen Halbinsel Krim und der Unterstützung Moskaus für prorussische Separatisten in der Ostukraine durch Russland bedroht.

Kremlchef Wladimir Putin sprach sich in einem Telefonat mit Kanzlerin Angela Merkel für vertrauensbildende Maßnahmen aus. Am Gespräch nahm auch der französische Präsident François Hollande teil.
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