Nato warnt vor Gefahren durch Sparkurs der Länder
Unmut zur Lücke

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg warnt die Parlamente in Bündnisstaaten wie Deutschland vor einer Fortsetzung des Sparkurses im Rüstungsbereich. "In friedlicheren Zeiten war es richtig, die Verteidigungsausgaben zu reduzieren. Aber wir leben nicht in friedlichen Zeiten", sagte der Norweger am Montag vor Abgeordneten aus den Nato-Staaten in Den Haag. Mit dem russischen Auftreten in der Ukrainekrise sowie der Gewalt in Nordafrika und im Nahen Osten habe sich die Welt verändert. "Die Gefahren sind real", sagte der 55-Jährige. "Russland hat seine Verteidigungsausgaben in den vergangenen fünf Jahren um 50 Prozent erhöht und plant weitere Aufstockungen", ergänzte Stoltenberg. In derselben Zeit seien die Verteidigungsausgaben der Nato um 20 Prozent gesunken.

Unterdessen sollen die ukrainischen Bürger trotz russischer Kritik über einen möglichen Nato-Beitritt ihres krisengeschüttelten Landes entscheiden. Er wolle innerhalb von sechs Jahren ein Referendum darüber abhalten, sagte Präsident Petro Poroschenko am Montag in Kiew.
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