Natur zweitrangig
Jugendliche nicht mehr treibende Kraft beim Umweltschutz

Berlin. In den frühen Jahren der Umweltschutzbewegung waren vor allem junge Leute die treibende Kraft - das ist heute anders. Laut einer Untersuchung des Umweltbundesamtes (UBA) gehören eine intakte Umwelt und die Möglichkeit, die Natur zu genießen, nur für 21 Prozent der 14- bis 25-Jährigen in Deutschland zu einem "guten Leben" dazu. Über alle Altersgruppen hinweg vertraten immerhin 30 Prozent der Befragten diese Ansicht. "Die jetzt vorliegende Studie zeigt, dass die Bereitschaft, das Handeln nach Umweltgesichtspunkten auszurichten, vor allem bei den Jüngeren eher abnimmt", sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Die Jugend sei zwar interessiert an der Umwelt, aber nicht in dem Maße wie ältere Menschen. Auf der anderen Seite seien junge Menschen insgesamt viel umweltfreundlicher unterwegs, mit Fahrrad, Bus und Bahn oder zu Fuß. Das Auto spiele für sie längst keine so große Rolle mehr wie für die Erwachsenen.

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