Naturschützer laufen gegen Verkehrswegeplan Sturm
Zu viele Straßen, zu wenig für Schiene

Berlin. Die Investitionspläne des Bundes für die Verkehrswege bis 2030 vernachlässigen aus Sicht von Umweltverbänden ökologische Ziele und setzen zu stark auf die Straße. Klimaschutz im Verkehr gehe nicht ohne konsequente Verlagerung auf die Schiene, kritisierte der ökologisch orientierte Verkehrsclub Deutschland (VCD) am Donnerstag.

Der Naturschutzbund (Nabu) warnte vor zu großem Verbrauch unbebauter Flächen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sprach von einem unfinanzierbaren "Mega-Straßenbauprogramm" ohne ausreichende Prüfung günstigerer und bedarfsgerechterer Alternativen. Der Bund will in den kommenden 14 Jahren 264,5 Milliarden Euro in Straßen, Bahnstrecken und Wasserwege investieren und zielt besonders auf stauträchtige Strecken. Ein stärkerer Fokus soll auf Erhalt statt neue Projekte gelegt werden. Bei der Öffentlichkeitsbeteiligung gingen inzwischen 1092 Stellungnahmen ein, wie die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf das Verkehrsministerium berichtete. Noch bis 2. Mai können Bürger, aber auch Initiativen, Firmen und Verbände, Hinweise einbringen - über ein Internetportal oder per Post.

___



Weitere Informationen im Internet:

onetz.de//themen/bundesverkehrswegeplan
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.