Neue Chance für Spaniens konservativen premie
Spaniens Sozialisten überprüfen ihr „Nein“

Pedro Sánchez. Bild: dpa

Madrid. Nach dem Rücktritt von Parteichef Pedro Sánchez haben die spanischen Sozialisten (PSOE) eine Überprüfung ihrer Position zu der seit gut neun Monaten stockenden Regierungsbildung eingeleitet. Das "Nein" der PSOE zu einer weiteren Amtszeit des geschäftsführenden Ministerpräsidenten Mariano Rajoy gelte aber vorerst noch, sagte der Präsident des Interimsvorstandes, Javier Fernández vom Lager der Sánchez-Kritiker, am Montag nach einem ersten Treffen des nach dem Rücktritt des Chefs am Samstag gewählten Gremiums in Madrid. Nachdem Rajoys Volkspartei (PP) bei der Parlamentswahl vom 20. Dezember 2015 ihre absolute Mehrheit verloren hatte, hatte Sánchez eine zweite Amtszeit des 61-Jährigen blockiert. Wegen einer Serie von Wahldebakeln und seiner starren Haltung gegen Rajoy auch nach einer Neuwahl am 26. Juni war Sánchez zuletzt auch in der Partei immer heftiger kritisiert worden. Bei einem Treffen des PSOE-Bundeskomitees trat der 44-Jährige am Samstag zurück, nachdem ihm eine Mehrheit der Kollegen die Unterstützung entzogen hatte. Wenn sich die Parteien bis zum 31. Oktober nicht auf einen Regierungschef einigen können, muss König Felipe VI. das Parlament auflösen und für Ende Dezember erneut Neuwahlen ansetzen.

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