Neue Notlage durch Flüchtlinge - Rotes Kreuz hilft
Griechen überfordert

Flüchtlinge aus Syrien bei ihrer Ankunft auf Lesbos. Das UN-Flüchtlingshilfswerk fordert Unterstützung für Griechenland. Bild: dpa
Das schwer unter der Schuldenkrise leidende Griechenland ist nach UN-Einschätzung durch steigende Flüchtlingszahlen überfordert und braucht dringend Unterstützung. Seit Jahresbeginn seien rund 160 000 Migranten dort angekommen - alleine im Juli etwa 50 000, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR am Dienstag in Genf mit. "Wir warnen seit Monaten, dass die Flüchtlingskrise in Griechenland immer schlimmer wird", sagte ein Sprecher. Die Infrastruktur für Aufnahme, Betreuung und Registrierung müsse dringend gestärkt werden. Auch europäische Staaten sollten Griechenland dabei unterstützen, fordert das UNHCR.

Das Deutsche Rote Kreuz kündigte unterdessen Hilfe zur Versorgung von Flüchtlingen auf der Insel Lesbos an. Bis Ende des Jahres will die Organisation an mehr als 19 000 neu ankommende Flüchtlinge Hygienepakete ausgeben. Auch am Dienstag riss der Zustrom nicht ab. Hunderte Migranten, überwiegend aus Syrien, seien vor und auf den Inseln Kos, Lesbos, Samos, Leros, Kalymnos und Chios aufgegriffen worden, teilte die griechische Küstenwache mit. Seit etlichen Tagen warten Tausende auf Lesbos auf eine Fähre, die sie zum Festland bringt. Das Aufnahmelager dort ist hoffnungslos überfüllt.
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