Neue SPD-Generalsekretärin: Katarina Barley soll auf Yasmin Fahimi folgen
Unbekannte Juristin aus der Pfalz

Katarina Barley. Bild: hfz
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel zieht mit der Juristin Katarina Barley als neuer Generalsekretärin in die wichtigen Wahlkämpfe 2016 und 2017. Die bisherige Parteimanagerin Yasmin Fahimi gibt nach zwei Jahren das Amt zum Jahresende auf und wechselt als Staatssekretärin zu Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).

Gabriel kündigte am Samstag an, er wolle dem Parteitag Mitte Dezember wieder eine Frau als Fahimi-Nachfolgerin vorschlagen. Über die Personalie Barley berichtete dann am Sonntag zuerst die "Süddeutsche Zeitung". Die 46-jährige promovierte Juristin sitzt erst seit 2013 im Bundestag und gilt politisch als unbeschriebenes Blatt. Barley hat unter anderem als Anwältin, als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Bundesverfassungsgericht und als Richterin gearbeitet. Seit 2010 ist sie SPD-Kreisvorsitzende in Trier-Saarburg (Rheinland-Pfalz).

"Starke Frau muss folgen"

Das Verhältnis zwischen Gabriel und Fahimi galt seit langem als angespannt. Die Juso-Vorsitzende Johanna Uekermann sagte der "Bild am Sonntag": "Sigmar Gabriel ist ein Parteivorsitzender, der es dem Generalsekretär nicht immer leicht macht. Daher gilt umso mehr: Wenn eine starke Frau geht, muss eine starke Frau folgen."

Fahimis Entscheidung, nicht wieder zu kandidieren und zum neuen Jahr bei Nahles anzufangen, war erst am Mittwoch gefallen. Die 47-Jährige wurde im Januar 2014 als Nahles-Nachfolgerin Generalsekretärin der SPD. Die Personalie galt als Überraschung, da die Gewerkschafterin keine bundespolitische Erfahrung vorzuweisen hatte. Die Chemikerin kam von der IG Bergbau, Chemie, Energie und hatte von Beginn an mit Kritik zu kämpfen, weil viele ihr das Amt nicht zutrauten.

Sie sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag, dass sie sich als "leidenschaftliche und erfahrene Gewerkschafterin" auf ihre Arbeit als beamtete Staatssekretärin bei Nahles freue. "Ich bin mit den Themen Arbeitsmarkt und Rentenpolitik eng vertraut."
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