Neue Zürcher
Pressestimmen

Die Schweizer Zeitung merkt zu den ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Sachsen an:

Auch wenn sich diese Gewalttaten über das ganze Land verteilen, stellt das ostdeutsche Bundesland Sachsen einen Sonderfall dar. Nirgendwo sonst in Deutschland sind rechtsradikale Einstellungen so weit in die Mitte der Gesellschaft vorgedrungen wie in Teilen Sachsens.

Nepszabadsag

Die links-liberale Budapester Zeitung schreibt zur deutschen Entscheidung bei Syrern die Dublin-Regeln auszusetzen:

Hurra, wir können uns ein paar Milliarden Forint sparen! Für die ungarische Regierung ist das leider keine gute Nachricht, nachdem sie in den vergangenen Monaten eine hübsche, kleine Hass-Kampagne darauf aufgebaut hatte, dass uns die entwickelten Länder bald die ganzen Einwanderer aufhalsen werden. ... Und der Grenzzaun ist nun überflüssig geworden. Das unverhoffte Geld würde ausreichen, um ein paar Tausend Flüchtlinge anzusiedeln. Allerdings nur, wenn auch unsere Hilfsbereitschaft dafür ausreicht.

Kapital Daily

Zur Aussetzung der Dublin-Regeln bei syrischen Flüchtlingen in Deutschland kommentiert die bulgarische Zeitung:

Deutschland wird Flüchtlinge aus Syrien nicht mehr in andere EU-Staaten zurückführen, unabhängig davon, wo sie Asylanträge gestellt haben. ... Dies geschieht, nachdem der französische Präsident François Hollande und die deutsche Kanzlerin Angela Merkel zum ersten Mal nach den politischen Sommerferien zusammengetroffen waren. ... Es wird nun erwartet, dass Merkels Entscheidung zum Vorbild für andere EU-Staaten wird.

La Stampa

Die Turiner Zeitung meint zu den Flüchtlingen, die über die Balkan-Route nach Europa kommen:

Die Migration, oder besser gesagt der Umgang mit Migranten und Flüchtlingen, ist die größte Herausforderung der EU. ... Angesichts eines Problems mit solch einer Tragweite wäre die EU ohne Solidarität und ohne eine Umverteilung der Last zwischen allen Mitgliedsstaaten nicht mehr länger eine Union.
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