Neuer Anlauf für Waffenstillstand
Bringt München den Durchbruch für Syrien?

München/Moskau. Bei der Syrien-Konferenz in München haben Russland und die USA einen neuen Anlauf für einen Waffenstillstand in dem Bürgerkriegsland gestartet. Der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein US-Kollege John Kerry hätten sich über eine mögliche Waffenruhe sowie humanitäre Hilfe unterhalten, hieß es aus Moskau. Die diplomatischen Bemühungen waren von weiteren Kämpfen um die Stadt Aleppo begleitet. Zuvor hatte bereits der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin erklärt, man führe "sehr wichtige" Gespräche mit Washington über einen Waffenstillstand.

Ob eine Einigung in greifbarer Nähe ist, war zunächst unklar. Westliche Länder werfen Russland vor, mit den Bombardements in Syrien das Regime von Machthaber Baschar al-Assad zu stützen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hofft dennoch auf einen Durchbruch in München. "Wenn es uns nicht gelingt die Spirale von Gewalt und Gegengewalt jetzt zu durchbrechen, dann wird sich dieser furchtbare Bürgerkrieg weiter in die Länge ziehen und weitere Opfer verursachen."

Am Abend begannen in München die Gespräche der Syrien-Unterstützergruppe, der 17 Staaten angehören, die eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche ausloten wollten. Zugleich meldete die Agentur Tass, für einen Beginn der Waffenruhe seien der 15. Februar, der 23. Februar und der 1. März im Gespräch.
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