Neujahrsansprache aus Moskau
Putin schwört Russen auf Anti-Terror-Kampf ein

Moskau. Der russische Präsident Wladimir Putin hat seine Landsleute zu Neujahr auf einen harten Anti-Terror-Kampf eingeschworen. Mit indirektem Verweis auf das Engagement des Landes in Syrien sagte der Kremlchef in seiner TV-Ansprache, er gedenke besonders jener russischen Soldaten, die die nationalen Interessen in entfernteren Regionen verteidigen. Die Einheiten zeigten im Kampf gegen den Terrorismus Willen und Entschlossenheit.

Putin setzte zudem mit seiner Unterschrift eine aktualisierte Sicherheitsstrategie der Atommacht in Kraft. In dem vom Kreml veröffentlichten Dokument nennt der Präsident die von den USA und der EU unterstützten Machtwechsel - etwa im Nachbarland Ukraine - eine "Gefahr für die nationalen Interessen". Der Westen wird mit Nachdruck davor gewarnt, "legitime politische Führungen" zu stürzen. Die Folge einer solchen "Politik der doppelten Standards" sei oft das Erscheinen von Terrororganisationen wie des Islamischen Staates (IS).

Wegen der vielen Krisenherde halte Russland an seinem Atomarsenal fest, heißt es in dem Strategiepapier, das ursprünglich aus dem Jahr 2009 stammt. Eines der Ziele sei die Festigung des Landes als eine führende Weltmacht. Den Einsatz militärischer Gewalt zum Schutz nationaler Interessen behalte sich Russland vor - aber nur, wenn sich alle anderen Maßnahmen als uneffektiv erwiesen haben. Russland sei an einer Zusammenarbeit mit der Nato sowie mit den USA und der EU interessiert, betont Putin in dem Dokument.
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