Neumarkter Kickboxer wollte offenbar aus dem IS aussteigen
Starb Gashi für Zweifel an IS?

Der zweifache Thaibox-Weltmeister Valdet Gashi auf seiner Facebook-Seite, die abgeschaltet wurde.
Valdet Gashi, der Kickboxer aus Neumarkt, starb möglicherweise nicht als überzeugter IS-Kämpfer (wir berichteten) - sondern weil er aus der islamistischen Terrororganisation aussteigen wollte. Das berichtet die "Welt am Sonntag".

Gashi trat im Oktober 2014 der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bei, reiste nach Syrien, um "Gutes zu tun". Laut dem Springer-Blatt soll der IS den 28-Jährigen hingerichtet haben, weil er am Kurs der Terrormiliz gezweifelt hatte - "Zweifel, die er einem deutschen Politiker über Facebook mitteilte". "Ich würde sehr gern Sklaven freikaufen", soll Gashi im Juni Tobias Huch geschrieben haben. Der Beisitzer im Landesvorstand der Jungen Liberalen (Julis) Rheinland-Pfalz und FDP-Mitglied beschäftige sich schon länger mit der Terrormiliz. IS-Terroristen hatten 2014 Tausende Jesidinnen entführt, die von der Miliz als Sklaven gefangen gehalten und missbraucht werden. "So grausam hatte sich Gashi das Terrorregime nicht vorgestellt", schreibt das Blatt. Mit seinen Zweifeln am mörderischen Vorgehen der IS in Syrien stehe Gashi nicht allein. "Zurzeit macht der IS intensiv Jagd auf Abtrünnige. Es gibt Hunderte IS-Terroristen, die wie Gashi von der eigenen Organisation verhaftet, gefoltert oder hingerichtet wurden", so die "Welt am Sonntag".
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