Neunstündiger Internet-Ausfall nährt Spekulationen über Cyber-Attacke
Nordkorea völlig vom Netz

Mitten in einem Hacking-Streit mit den USA ist in Nordkorea großflächig das Internet ausgefallen. Die Verbindung zum Netz sei am Montag mehr als neun Stunden lang unterbrochen gewesen, schrieb die Analysefirma Dyn Research. Der Dienst beobachtet weltweit die Funktionalität des Internets. Auch in den 24 Stunden zuvor sei der Zugang zum weltweiten Netz in Nordkorea instabil gewesen.

Fachleute nannten als mögliche Erklärung eine Überlastungs-Attacke, die vergleichsweise einfach durchzuführen wäre. Wer dahinter steckt, ist unklar. Die einfachen Bürger Nordkoreas werden von dem Angriff vermutlich nicht viel mitbekommen haben. Der Großteil der Bevölkerung hat keinen Internetzugang. Es gibt ein auf das Land beschränktes, nicht öffentliches Intranet. Nach Angaben nordkoreanischer Flüchtlinge kann dieses nordkoreanische Netz nur von Regierungsbeamten, dem Militär und Universitäten genutzt werden. Die südkoreanische Regierung bestätigte, dass das Internet in dem weitgehend isolierten Nachbarland stundenlang unterbrochen war. Es werde überprüft, ob es sich um eine Cyber-Attacke oder einen internen Systemcheck gehandelt habe, hieß es aus Regierungskreisen in Seoul. Matthew Prince, Chef der Sicherheitsfirma CloudFlare, vermutet hinter einem Angriff weniger ein Land wie die USA, als eher jugendliche Hacker. Ein amerikanischer Regierungsvertreter bestritt entschieden, dass die Vereinigten Staaten etwas mit dem Ausfall zu tun hätten.
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