Nigeria befreit fast 180 Terror-Geiseln
Kurz notiert

Abuja.(dpa) Die nigerianische Armee hat nach eigenen Angaben fast 180 Menschen aus der Gewalt der Terrormiliz Boko Haram befreit und einen der Anführer der Islamistengruppe lebend gefasst. Unter den befreiten Geiseln sind mehr als 100 Kinder und fast 70 Frauen. Einige der Ex-Geiseln seien in einem sehr schlechten Zustand, sagte Mohammed Kanar von der Nationalen Notfallagentur. Wann das Militär zuschlug, blieb unklar.

Schattenkabinett für die Ukraine

Moskau.(dpa) Mit einem Schattenkabinett will der im russischen Exil lebende ukrainische Ex-Regierungschef Nikolai Asarow die prowestliche Führung in Kiew unter Druck setzen. "Wir brauchen vorgezogene Wahlen, Präsidenten-, Parlaments- und Kommunalwahlen", forderte Asarow bei der Präsentation seines "Komitees zur Rettung der Ukraine" am Montag in Moskau. "Die Ukraine braucht dringend eine Erneuerung", meinte er. Der 67-jährige Asarow war 2014 nach seiner Entlassung als Regierungschef vor den blutigen Maidan-Protesten in Kiew geflohen und lebt seither in Russland. Mit der Flucht verlor er seinen politischen Einfluss in der Ukraine. Asarow bezeichnet den damaligen Machtwechsel als einen vom Ausland gesteuerten Putsch.

Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Premier

London.(dpa) Bei der Aufarbeitung des britischen Missbrauchsskandals sind nun auch Vorwürfe gegen den früheren Premierminister Edward Heath laut geworden. Eine unabhängige Kommission zur Kontrolle der Polizeiarbeit untersuche, warum den Anfang der 1990er Jahre erhobenen Vorwürfen gegen Heath nicht nachgegangen worden sei, teilte die Kommission am Montag in London mit. Der konservative Politiker Heath war von 1970 bis 1974 Regierungschef in Großbritannien. Er starb 2005.

Berlin rät Politikern von Krim-Reise ab

Berlin. (dpa) Die Bundesregierung sieht angebliche Pläne von Abgeordneten skeptisch, auf die vor gut einem Jahr von Russland annektierte ukrainische Halbinsel Krim zu reisen. Es sei sehr zweifelhaft, ob eine solche Reise in der jetzigen Zeit, da die Krim unter dem Einfluss Russlands stehe, der Konfliktbeilegung diene, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Wirtz.
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