Nordkurier
Pressestimmen

Die Tageszeitung aus Neubrandenburg schreibt zu Anne Will als Jauch-Nachfolgerin:

Wenn es noch eines Beweises bedurfte, wie rückwärtsgewandt, wie altbacken, ... wie wenig überraschend das öffentlich-rechtliche Fernsehen in Deutschland funktioniert, bekommt ihn nun geliefert. Die ARD-Granden zaubern Anne Will als Nachfolgerin für Günther Jauch aus dem Hut. Das bedeutet einen Rückschritt in die Jahre 2007 bis 2011. Schon damals führte die 49-Jährige als Nachfolgerin von Sabine Christiansen durch den sonntäglichen Talk. Dieser Verschiebebahnhof offenbart, dass ARD, ZDF und die Dritten kein eigenes, hoffnungsvolles Personal heranziehen, das vor die Kamera drängt. Die Rückkehr von Will hat nur einen Vorteil: Nach Reinhold Beckmanns Abgang und Günther Jauchs Ende erledigt sich die Schwemme der ewigen Palaverrunden von ganz allein.

Rheinpfalz

Das Blatt aus Ludwigshafen kommentiert die Neuausrichtung der Linken-Fraktion:

Mit Dietmar Bartsch hat sich Wagenknecht jahrelang konsequent nicht vertragen. Er ist ihr zu kompromissbereit, sie ist ihm zu dogmatisch. Aus strategischen Gründen haben sie vor kurzem einen Burgfrieden geschlossen. Nun soll das ungleiche Paar die Linken-Fraktion in die Bundestagswahl führen. Die Heilige Johanna aus dem kommunistischen Paralleluniversum und der rationale Gärtner des sozialistischen Vorgartens - sie könnten zu zweit zerschlagen, was Gysi alleine zusammengehalten hat.

Neue Osnabrücker

Ein Kommentar der Zeitung zum Rüstungsauftrag "Meads":

Monatelang hatten die Konzerne MDBA und Raytheon darum gekämpft, wer den größten deutschen Rüstungsauftrag der nächsten Jahre einfahren darf. Das Kostenargument hätte vordergründig für die Amerikaner gesprochen: Raytheon versicherte, sein modernisiertes Patriot-Systems für ein Drittel des Geldes liefern zu können, das MDBA für Meads verlangt. Doch für die Entscheider in Berlin ging diese Rechnung nicht auf. Zum Ersten haben sie bereits eine Milliarde Euro öffentlicher Gelder in die Entwicklung von Meads gesteckt. Zum Zweiten sitzen in der bayerischen MDBA-Zentrale 250 Ingenieure, deren Jobs vom Meads-Auftrag abhängen. Und zum Dritten gibt es in Bundestag und Bundeswehr einflussreiche Köpfe, die sich bei der Luftabwehr nicht völlig von US-Technik abhängig machen wollen.
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