NRC Handelsblad
Pressestimmen

Das niederländische Blatt kommentiert die Rolle Angela Merkels:

Die Krise kann der Bundeskanzlerin zufolge nur überwunden werden, indem abgewiesene Asylbewerber tatsächlich abgeschoben, Flüchtlinge auf mehr Länder der Europäischen Union verteilt und die Außengrenzen der Union geschlossen werden. (...) Merkel kann immer noch mit breiter Unterstützung rechnen. Doch die vergangenen Wochen haben deutlich gemacht, dass sie einen wichtigen Teil ihres politischen Rüstzeugs verloren hat: den Gedanken, dass sie "die mächtigste Frau" der Welt, Europas oder auch nur Deutschlands ist. In jeder Rede wiederholt Merkel stur "Wir schaffen das!". Und von Mal zu Mal klingt das mehr, als ob sie sich selbst davon überzeugen müsste.

Straubinger Tagblatt

Die Zeitung schreibt zum Unionsstreit um die Flüchtlingspolitik:

In der Tat hat der abrupte Kurswechsel der Kanzlerin und CDU-Chefin die eigene Partei nicht nur überrascht, sondern auch gegen sie aufgebracht. Mit Bangen sehen die Strategen im Adenauer-Haus nach Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, wo im kommenden Frühjahr gewählt wird. Schon hört man hinter vorgehaltener Hand, ein Auftritt Merkels könne sich als kontraproduktiv erweisen - eben noch galt sie als Zugpferd.

Märkische Oderzeitung

Das Blatt meint zum Asylgesetz:

Merkels Mantra "Wir schaffen das" ändert sich in: "Schaffen wir das wirklich?". Und nicht zuletzt in der Kanzlerin eigenem Lager gibt es eine kräftige Strömung, die sagt: "So nicht". ... Ob die Bundesländer - ihnen obliegt die Anwendung des Gesetzes - tatsächlich zum Mittel der Massenabschiebung greifen werden, ist eine Frage, die jede Menge Sprengstoff in sich birgt.
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