NZZ am Sonntag
Pressestimmen

Die Sonntagsausgabe der "Neue Zürcher Zeitung" kommentiert die geplante Pkw-Maut in Deutschland:

Die Idee gehört fraglos zu den dümmeren Konzepten, wie man Infrastruktur finanzieren kann. Sie erfordert den Aufbau einer teuren Bürokratie, die fast ein Drittel der geschätzten Einnahmen von 700 Millionen Euro wieder wegfrisst. Und vor allem: Sie diskriminiert nach Herkunft der Benutzer. Die Europäische Union sollte diese Pläne so schnell wie möglich stoppen.

Leipziger Volkszeitung

Das Blatt schreibt zur Pkw-Maut:

Dobrindts Mautmodell soll erstens Inländer von Lasten ausnehmen, zweitens Ausländer zur Kasse bitten und drittens diskriminierungsfrei im Sinne des Europarechts sein. Fast möchte man niedersinken vor so viel Genialität. Dobrindt erscheint jetzt als der erste Mensch auf Erden, der einen Kreis zu zeichnen vermag, der makellos rund bleibt und zugleich vier gleich lange Seiten hat und auch vier Ecken. In Wahrheit bleiben erhebliche Zweifel an der europarechtlichen Zulässigkeit von Dobrindts Modell. Am Ende entscheidet allein der Europäische Gerichtshof.

Landeszeitung

Das Blatt aus Lüneburg meint zu Dobrindts Plänen:

Ein Blick zurück lohnt sich, wenn wieder mal Murks ins Haus steht. 1950 erfand die junge Republik die Mineralölsteuer - zweckgebunden für den Straßenbau. 1989 wurde die Zweckbindung aufgehoben, weil die Einnahmen die Ausgaben für Straßenbau und -erhalt mittlerweile bei Weitem übertrafen. ... Mit Blick auf den Einnahmenbatzen von 52 Milliarden Euro pro Jahr sollten diese Kosten eigentlich kein Problem sein.
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