NZZ am Sonntag
Pressestimmen

Die "Neue Zürcher Zeitung" kommentiert die Einigung im griechischen Schuldenstreit:

Noch selten entpuppten sich die prahlerischen Wahlversprechen einer neuen Regierung so rasch als heiße Luft wie im Fall Griechenlands: Der Verhandlungspoker von Finanzminister Gianis Varoufakis ist nicht aufgegangen, Athen erhält keine Vorzugsbehandlung in Form eines Schuldenschnitts. Bemerkenswert ist ferner, dass die Börsen und Devisenmärkte keinerlei Nervosität zeigten - trotz den alarmistischen Stimmen, die sich kurz vor einem Austritt Griechenlands aus dem Euro wähnten. Die Wirtschaft in der Euro-Zone soll dieses Jahr um 1,2 Prozent wachsen - und nächstes Jahr noch stärker.

DNA

Die Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" (Straßburg) schreibt zum Schuldenstreit:

Für die europäische Politik mit ihrer Buchhalter-Mentalität sind nur Zahlen wichtig. Die Verzweiflung der Menschen, die dahintersteckt, wird nicht beachtet. Das Interesse konzentriert sich stärker auf die Finanzmärkte als auf die Menschen. Dies ist sicherlich nicht das Europa, das seine Gründerväter Robert Schumann, Jean Monnet und Konrad Adenauer im Sinn hatten.

Repubblica

Die italienische Zeitung sieht die Schlüsselrolle bei EZB-Chef Mario Draghi:

Tsipras hat erreicht, dass ihm die europäischen Regierungen weitere sieben Milliarden leihen. ... Vergessen wir nicht, dass sein Gesprächspartner in Wirklichkeit nicht Schäuble war, der es sich sogar erlaubt hat, die Regierung in Griechenland zu beleidigen und damit die Souveränität der Nationalregierung verletzt hat. Es war Mario Draghi, der bereits entschieden hatte, die Finanzierung der griechischen Banken weiterzuführen. Wenn es eine Person oder eine Institution gibt, die den Euro sichert und Wachstum in Europa begünstigt, dann ist das er und die Europäische Zentralbank.
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