NZZ
Pressestimmen

Die "Neue Zürcher Zeitung" kommentiert die Anschläge in Kanada:

Mithilfe von verführten Einzeltätern kann der Islamische Staat mit wenig Aufwand viel Schrecken verbreiten - in Kanada genauso wie in jedem andern Land auch. Das stellt nicht zuletzt den Rechtsstaat vor sehr große Herausforderungen. ... Die geltenden Straftatbestände vermögen die Infiltration von zerstörerischen Irrlehren kaum zu erfassen. Wenn das Recht dann greift, ist es oft zu spät, weil zu dem Zeitpunkt die Schüsse bereits gefallen sind. Sicherheit zu gewährleisten, ohne den Rechtsstaat zu beugen, ist nicht einfach angesichts des IS-Terrors.

De Telegraaf

Die niederländische Zeitung ruft zu Wachsamkeit auf:

Der Anschlag in Ottawa zeigt, dass alle Länder, die Mitglied der Koalition gegen die Terrorgruppierung sind, die sich Islamischer Staat (IS) getauft hat, in höchster Alarmbereitschaft sein müssen. (...) Auch die Niederlande beteiligen sich an dieser Koalition, um die Freiheit zu verteidigen, auf der die westliche Gesellschaft beruht. Doch die Aktionen im Irak dürfen nicht bedeuten, dass an der Heimatfront die Wachsamkeit vernachlässigt wird.

Mannheimer Morgen

Das Blatt schreibt über "tickende Zeitbomben":

Es ist kein Wunder, dass die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft stehen. Der deutsche Verfassungsschutz behauptet zum Beispiel, er würde jeden Salafisten im Land kennen. Fragt sich nur, wie man sie alle überwachen will. Das Beispiel von Ottawa beweist, wie schwierig das im Einzelfall ist. Der Attentäter galt schon länger als tickende Zeitbombe. Nicht jede lässt sich offensichtlich entschärfen. Wir wissen einfach zu wenig über diese Menschen. Viele sind nicht sonderlich gut gebildet und geraten oft mit dem Gesetz in Konflikt. Warum sie schließlich dem religiösen Wahnsinn verfallen, lässt sich oft nicht erklären.
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