Obama fürchtet Krieg zwischen Amerika und Islam
Warnung vor Hass

US-Präsident Barack Obama hat nach dem Blutbad in Kalifornien mit 14 Toten eindringlich vor Hass, Misstrauen und Angst gegenüber Muslimen gewarnt. "Wir dürfen uns nicht gegeneinander wenden, indem wir diesen Kampf als Krieg zwischen Amerika und dem Islam definieren", sagte Obama in einer Rede an die Nation am Sonntag.

Forderungen nach der Entsendung von Bodentruppen nach Syrien oder in den Irak erteilte Obama erneut eine Absage. Die USA dürften sich nicht erneut in einen langen Bodenkrieg ziehen lassen. Muslime seien im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) wichtige Verbündete. "Muslimische Amerikaner sind unsere Freunde und Nachbarn, unsere Kollegen und Helden des Sports", sagte Obama. Zudem kämpften sie im US-Militär und seien bereit, für ihr Land zu sterben.

Zugleich seien Muslime weltweit in der Pflicht, Extremismus in ihren Gemeinden an der Wurzel zu bekämpfen. Muslime bilden laut Pew-Zentrum die drittgrößte Glaubensgemeinschaft in den USA. Das Forschungsinstitut geht - Stand 2014 - von 0,9 Prozent der Bevölkerung (etwa 2,9 Millionen Menschen) aus.

Obama wiederholte seinen Appell an den Kongress, den Zugang zu Sturmgewehren, wie sie die Täter in San Bernardino benutzt hätten, zu erschweren. Erstmals nannte Obama die Tat einen "Terrorakt, um amerikanische Menschen zu töten".
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