Obama: Kein Aufnahmestopp für Syrer in den USA
Panik falsche Antwort

US-Präsident Barack Obama hat die Forderung der Republikaner nach einem Aufnahmestopp für syrische Flüchtlinge zurückgewiesen. "Wir sind nicht gut beraten, als Antwort auf einen Terrorangriff in Angst und Panik zu verfallen", zitieren US-Medien den Präsidenten. Die Gouverneure von 23 republikanisch regierten Bundesstaaten hatten es in den vergangenen Tagen abgelehnt, sich an der landesweiten Umverteilung syrischer Flüchtlinge zu beteiligen.

Auch die Bischöfe der USA sind gegen einen Aufnahmestopp: Die Flüchtlinge seien auf der Flucht vor genau dem Terror, den man gerade in Paris erlebt habe. Das sagte der in der US-Bischofskonferenz für Migration zuständige Weihbischof von Seattle, Eusebio Elizondo, am Mittwoch in Baltimore. Die USA dürften diese Menschen nicht für die Taten der Terroristen büßen lassen.

Obama äußerte sich auch zu dem Vorstoß des republikanischen Präsidentschaftsanwärters Jeb Bush, nur noch Christen aus dem Mittleren Osten ins Land zu lassen. Wenn führende Politiker erklärten, dass Christen schutzwürdiger seien als Muslime aus einem von Krieg geplagten Land, dann spiele das dem sogenannten Islamischen Staat in die Hände, kritisierte er. Eine religiöse Auswahl von Asylbewerbern wäre "unamerikanisch" und "beschämend".
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