Obama wirbt in Kuba für "hellere Zeiten"
Historische Visite

Am Palast der Revolution in Havanna schritten US-Präsident Barack Obama (rechts) und Kubas Präsident Raúl Castro die Ehrengarde ab. Bild: dpa

Havanna. Überschattet von der Festnahme vieler Dissidenten hat US-Präsident Barack Obama bei einem historischen Besuch im sozialistischen Kuba für ein Ende der Eiszeit geworben. "Meine Vision ist, dass die Zukunft heller ist als die Vergangenheit", sagte Obama bei der ersten Visite eines US-Präsidenten in der Hauptstadt Havanna seit 88 Jahren. Im Revolutionspalast traf Obama am Montag Staatschef Raúl Castro. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz sagte Obama: "Amerika glaubt an die Demokratie." Dazu gehöre auch Meinungsfreiheit. Castro verbat sich eine Einmischung in innere Angelegenheiten: "Alles was sich ändern sollte, ist Sache der Kubaner." Er bestritt, dass es politische Gefangene in Kuba gebe: "Geben Sie mir die Liste der politischen Gefangenen, um sie freizulassen", antwortete er auf die Frage eines Journalisten. Obama kündigte weitere Schritte für eine Annäherung beider Länder an. So werde American Airlines noch 2016 Direktflüge von den USA nach Kuba aufnehmen. Castro setzt auf mehr Touristen im Land und damit eine Steigerung der Staatseinnahmen. Castro fordert eine vollständige Aufhebung des US-Handelsembargos und eine Rückgabe des unter US-Kontrolle stehenden Stützpunktes Guántanamo. (Kommentar und Seite 4)

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