Österreich will Flüchtlingsandrang besser kontrollieren
Zaun an Grenze zu Slowenien

Angesichts des ungebremsten Andrangs von Flüchtlingen Richtung Westeuropa wollen die Länder an der Balkanroute ihre Grenzen besser schützen. Nach Slowenien, das diese Woche mit dem Bau von Zäunen zum EU-Nachbarn Kroatien begonnen hatte, kündigte am Freitag auch Österreich "große und kleine Zäune" an. Mit ihnen soll der Zustrom besser kontrolliert werden. Beide Länder betonten, dass die Grenzen damit keineswegs geschlossen würden.

Österreich will in ein bis zwei Monaten einen knapp vier Kilometer langen und 2,20 Meter hohen Zaun direkt am Grenzübergang Spielfeld errichten. "Es geht um eine geordnete Einreise und nicht um eine Sperre", sagte Kanzleramtsminister Josef Ostermayer (SPÖ). Darüber hinaus werde ebenfalls bei Spielfeld die Errichtung eines 25 Kilometer langen Zauns vorbereitet, hieß es aus Wien.

Keinen Rückgang der Migrantenzahlen registriert bisher Schweden, das am Vortag Passkontrollen eingeführt hatte. Dänemark und Norwegen erörterten unterdessen schärfere Gesetze, um die Länder für Asylsuchende weniger attraktiv zu machen.
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