Österreichs Kanzler zeigt Rechtspartei die kalte Schulter
FPÖ drängt an die Macht

Auf dem Vormarsch: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Bild: dpa
Mit dem Rückenwind eines spektakulären Wahl-Triumphs in zwei Bundesländern sieht sich die rechte FPÖ in Österreich auf dem besten Weg in die Regierung. "Man kann uns nicht mehr aufhalten und schon gar nicht stoppen", sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Montag in Wien. Die "Erdrutschgewinne" in der Steiermark und im Burgenland seien ein deutliches Signal an die rot-schwarzen Koalitionen in Bund und Ländern, die "undemokratische Ausgrenzung gegenüber der FPÖ" zu beenden.

Die FPÖ hatte bei der Landtagswahl am Sonntag in der Steiermark ihren Stimmenanteil auf 27,1 Prozent fast verdreifacht, bei der Wahl im Burgenland mit 15 Prozent beinahe verdoppelt. Anti-Ausländer-Parolen - "Neue Wohnungen statt neue Moscheen" - spielten eine zentrale Rolle im FPÖ-Wahlkampf.

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) zeigte der FPÖ mit ihrem Ansinnen aber die kalte Schulter. "Die FPÖ lebt vom Aufhetzen - und das in Zeiten, wo viele vor Kriegen flüchten", sagte Faymann. Im traditionell SPÖ-regierten Burgenland hat Ministerpräsident Hans Niessl allerdings bereits Sondierungsgespräche mit der FPÖ angekündigt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.