Ostermarschierer kritisieren Bundeswehreinsätze
Gegen Atomwaffen in Büchel

Frankfurt. Bei den traditionellen Ostermärschen sind dieses Jahr bundesweit rund 20 000 Menschen für Frieden und Abrüstung auf die Straße gegangen. Trotz teils regnerischen Wetters waren dies mehr als im Vorjahr, wie der Sprecher des Ostermarschbüros in Frankfurt am Main, Willi van Ooyen, sagte. Es gab Kundgebungen, Wanderungen und Feste in rund 80 Städten. Ostermärsche haben sich aus der Friedensbewegung der 1960er Jahre entwickelt. Zu Hochzeiten gingen bundesweit Hundertausende auf die Straßen. Zum Abschluss der Ostermärsche kritisierte die Friedensbewegung die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Die Missionen in Syrien, der Türkei, im Irak sowie in Mali und Afghanistan seien verfassungs- und völkerrechtswidrig. Die Aktivisten forderten zudem einen Stopp der deutschen Waffenexporte sowie Solidarität mit Flüchtlingen. Das Erstarken der Terrormiliz IS sei auch eine Folge der Kriege des Westens im Nahen und Mittleren Osten und der deutschen Waffenlieferungen dorthin, erklärte van Ooyen.

Die Friedensbewegung forderte zugleich, alle Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen und auf die geplante Modernisierung des Arsenals zu verzichten. Am Montagnachmittag fand auch eine Kundgebung mit rund 100 Teilnehmern vor dem Luftwaffenstützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz statt.
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