Papst beginnt Armenien-Reise
Appell zum ökumenischen Dialog

Eriwan. (KNA) Papst Franziskus hat seine dreitägige Armenien-Reise am Freitag in Eriwan mit einem Appell zum ökumenischen Dialog begonnen. Die von Spaltungen und Konflikten gezeichnete Welt "erwartet von den Christen ein Zeugnis gegenseitiger Achtung und brüderlicher Zusammenarbeit", sagte der Papst in der armenisch-katholischen Kathedrale der armenischen Hauptstadt. Nötig sei das "geduldige und immer neue Engagement auf die volle Einheit hin", so Franziskus während eines Gebets mit dem Katholikos der armenisch-apostolischen Kirche, Karekin II. Franziskus war am Freitag um 13 Uhr deutscher Zeit in Eriwan eingetroffen. Der Papst rief in der Kathedrale zu einer "Intensivierung der gemeinsamen Initiativen" unter "allen Jüngern des Herrn" für das Gemeinwohl auf. Der Papst würdigte auch die Fortschritte im Dialog zwischen der armenisch-apostolischen und der armenisch-katholischen Kirche in den vergangenen Jahrzehnten. Armenien nahm als erste Nation im Jahr 301 das Christentum als Religion an. Ungeachtet der heftigen türkischen Proteste nach der Armenien-Resolution des Bundestages bezeichnete er die Massaker an den Armeniern vor gut 100 Jahren als "Völkermord". Vatikansprecher Federico Lombardi betonte am Abend, der Papst habe keine substanziell neue Aussage getroffen. Die Ergänzung, die armenische wie türkische Medien rasch aufgegriffen hatten, sei nur "klein, aber bedeutsam". Zu möglichen Reaktionen der Türkei sagte Lombardi, es liege dem Papst fern, neue Konflikte zu schüren. Franziskus spreche immer "in der Perspektive von Friede und Versöhnung". Bild: dpa

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