Papst eröffnet die mit Spannung erwartete Familiensynode
Krieg der Theologen

(KNA/epd) Mit einer Messe im Petersdom eröffnet Papst Franziskus am Sonntag die mit Spannung erwartete vatikanische Familiensynode. Zwei Wochen lang werden 191 Synodenväter und 59 Berater in Rom über das katholische Verständnis von Ehe, Familie und Sexualität im Verhältnis zur Alltagspraxis der Gläubigen diskutieren. Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, warnte vor zu hohen Erwartungen. Die Bischofssynode sei erst ein Anfang, sagte der Münchner Erzbischof. Es werde nicht gelingen, für den Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen eine Regelung zu finden. Hierzu sei die Synode gar nicht befugt. "Letztlich entscheidet der Papst", sagte Marx. 2015 ist eine weitere Synode geplant.

Zuletzt hatte es weltweit Diskussionen über den Umgang der Kirche mit wiederverheirateten Katholiken gegeben. Der deutsche Kardinal Walter Kasper hatte sich im Auftrag des Papstes für einen liberaleren Umgang mit erneut getrauten Paaren ausgesprochen und eine Zulassung zu den Sakramenten vorgeschlagen. Dagegen gab es Widerspruch von fünf Kurienkardinälen, darunter der Präfekt der Glaubenskongregation, Kardinal Georg Ludwig Müller.
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