Papst kritisiert ungehemmten Konsum
Schwere Kost zum Fest der Liebe

Vatikanstadt. Im Zeichen von Flüchtlingskrise, Verfolgung und Angst vor Terroranschlägen haben Christen in aller Welt Weihnachten gefeiert. Papst Franziskus kritisierte ungehemmten Konsum und Materialismus und mahnte zu einem einfacheren Lebensstil. Zugleich dankte er allen Menschen weltweit, die Flüchtlingen helfen. Am ersten Weihnachtstag spendete das Kirchenoberhaupt den traditionellen Segen "Urbi et orbi" und forderte ein Ende der Gewalt im Nahen Osten. "Wo Gott geboren wird, da wird der Friede geboren. Und wo der Friede geboren wird, da ist kein Platz mehr für Hass und für Krieg."

Zugleich rief er die internationale Gemeinschaft auf, dem islamistischen Terror Einhalt zu gebieten. Am zweiten Weihnachtstag, dem Feiertag des ersten christlichen Märtyrers Stephanus, gedachte Franziskus der religiös Verfolgten in aller Welt und warf den westlichen Gesellschaften ein "beschämendes Schweigen" angesichts von Verfolgung und Bedrohung der Christen im Nahen Osten, Afrika und Asien vor.

In Bethlehem rief der Lateinische Patriarch von Jerusalem, Fouad Twal, zu mehr Barmherzigkeit auf und beklagte einen Missbrauch von Religion zur Rechtfertigung für Gewalt. Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen hatten sich deutlich weniger Menschen als in den Vorjahren am Geburtsort Jesu versammelt.

In Frankreich hatte die Regierung nach den Terroranschlägen strikte Sicherheitsregeln für Kirchen angeordnet. In Lens im Norden des Landes übernahmen Muslime symbolisch die Überwachung eines Gottesdienstes. Auch in Indonesien schützten Muslime zahlreiche christliche Einrichtungen, nachdem es zuvor Terrorwarnungen gegeben hatte.
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