Papst zurück in Europa: "Mauern keine Lösung"

Abflug nach Rom: Der Papst in seiner Maschine auf dem Flughafen in Philadelphia. Bild: dpa
Papst Franziskus hat dazu aufgerufen, in der Flüchtlingskrise nicht auf Abschreckung mit Mauern oder Zäunen zu setzen. "Das Problem bleibt, aber es bleibt mit mehr Hass", sagte er in der Nacht zum Montag auf dem Rückflug von seiner USA-Reise. Angesichts der Schwierigkeiten durch die Flucht Zehntausender Menschen nach Europa müssten Lösungen im Dialog gefunden werden, forderte er. Der Papst landete am Montag in Rom.

"Es ist nicht leicht, Lösungen zu finden. Aber Mauern sind nie Lösungen, Brücken hingegen immer", sagte Franziskus zur Flüchtlingskrise. Zäune wie an der ungarischen Grenze zu errichten, sei nicht der richtige Weg. "Alle Mauern stürzen ein. Heute, morgen oder nach zehn Jahren, aber sie fallen. Es ist keine Lösung", ergänzte er. Die Ursachen für die derzeitige Situation lägen in jahrelangen Kriegen und Hunger in vielen Ländern Afrikas.

Auch zur kommende Woche beginnenden Familiensynode äußerte sich der Pontifex. In der Frage des Umgangs mit wiederverheirateten Geschiedenen erklärte er, die Lösung könne nicht sein, "dass diese Leute wieder an der Kommunion teilnehmen" dürften. Kritik an seiner Entscheidung, Ehen leichter für ungültig erklären lassen zu können, wies er zurück. "Wer dabei an eine katholische Scheidung denkt, liegt falsch", betonte er. Es gehe darum, die Prozesse zu beschleunigen.
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