Parlament in Athen segnet weiteres Sparpaket ab
Bittere Medizin

Athen. Das griechische Parlament hat ein weiteres Gesetzespaket mit harten Sparmaßnahmen gebilligt. Von den 300 Abgeordneten stimmten am Sonntagabend in Athen 153 für die Vorhaben - darunter alle Parlamentarier der Links-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras. Die Oppositionsparteien stimmten geschlossen mit 145 Abgeordneten gegen die Maßnahmen, die 1,8 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen sollen. So soll die Mehrwertsteuer für viele Lebensmittel und Getränke von 23 auf 24 Prozent steigen; Benzin, Diesel und Heizöl werden ebenso teurer wie Strom, Pay-TV, Internet, Mobiltelefonie, Zigaretten und Alkohol. Auch die Touristen werden zur Kasse gebeten - durch eine Übernachtungspauschale für Hotels und höhere Eintrittspreise für Museen. Zudem wurde die Gründung eines neuen Privatisierungsfonds gebilligt, der unter der Kontrolle der Gläubiger des Landes stehen und staatseigene Firmen sowie Immobilien verkaufen soll.

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