Parteien suchen nach Antworten auf "Pegida"

Auch Gegenbewegungen zu "Pegida" laufen. Der Slogan "Dresden für alle" wendet sich gegen das Anti-Islam-Bündnis. Bild: dpa
Nach der bisher größten Demonstration des Anti-Islam-Bündnisses "Pegida" in Dresden fordern führende Politiker und Muslimverbände mehr Engagement gegen Fremdenfeindlichkeit. Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) rief die etablierten Parteien zur Gegenwehr auf. "Auch im politischen Meinungskampf gibt es Grenzen. Alle politischen Parteien sollten sich klar von diesen Protesten distanzieren", sagte er "Spiegel Online". "Pegida" ist die Abkürzung für "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes". Das Bündnis tritt unter anderem für eine Verschärfung des Asylrechts ein.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) nannte die Bezeichnung als "Patriotische Europäer" eine "Unverschämtheit". Es gebe keine Gefahr der Islamisierung, betonte er in einem Interview mit dem TV-Sender Phoenix. Am Montagabend hatten sich in Dresden etwa 10 000 Menschen an einer Demonstration der Bewegung beteiligt. In einem Sternmarsch zogen fast genauso viele Gegendemonstranten durch die Stadt. CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach warnte die Bürger, sich für "extreme politische Ziele instrumentalisieren zu lassen".
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