Pegida-Ableger schwächelt

In Dresden flaut der Straßenprotest ab, in Leipzig wird eine Legida-Demo verboten. Die islamkritischen Bewegungen in Sachsen scheinen ihren Zenit überschritten zu haben.

Nach der Spaltung der islamkritischen Pegida-Bewegung findet der neu entstandene Verein "Direkte Demokratie für Europa" (DDFE) nur wenig Zuspruch. Bei seiner ersten Kundgebung versammelten sich am Sonntagnachmittag in Dresden nur einige hundert Menschen. Angemeldet hatte der Verein 5000. Er war von ehemaligen Pegida-Organisatoren um deren Sprecherin Kathrin Oertel gegründet worden.

Unterdessen verbot die Stadt Leipzig eine für diesen Montag geplante Kundgebung des dortigen Pegida-Ablegers Legida - und löste damit eine heftige politische Debatte aus.

Oertel kündigte am Sonntag auf der Kundgebung vor der Frauenkirche an, aus einer Protestbewegung eine Reformbewegung machen zu wollen. Zuvor ging sie deutlich auf Distanz zu den früheren Pegida-Mitstreitern um Cheforganisator Lutz Bachmann. "Wir fangen wieder ganz von vorne an", sagte Oertel.
Weitere Beiträge zu den Themen: Politik (7296)Dresden (210)Leipzig (443)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.