PKK-Chef Öcalan: Anhänger sollen Waffen niederlegen
Neues Friedenssignal

Rund drei Monate vor der türkischen Parlamentswahl hat der inhaftierte Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, seine Anhänger zum Abrüsten aufgefordert. Der bewaffnete Kampf im Konflikt mit der Türkei solle aufgegeben und durch eine demokratische Politik ersetzt werden, hieß in einer von dem Abgeordneten der pro-kurdischen Partei HDP, Sirri Sureyya Önder, verlesenen Erklärung. Önder war am Samstag in Istanbul mit dem Vizeregierungschef Yalcin Akdogan vor die Presse getreten. Akdogan sagte laut einem Bericht der "Hürriyet", die islamisch-konservative AKP-Regierung sei daran interessiert, die Friedensverhandlungen mit der PKK zum Abschluss zu bringen.

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte am Samstag vor Journalisten, der Aufruf Öcalans sei gut, entscheidend sei jedoch die Umsetzung. Die Friedensverhandlungen zwischen der Regierung und Öcalan waren zuletzt ins Stocken geraten.
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