Polens Präsident Duda überrascht bei Antrittsbesuch
Freunde trotz Krisen

Polens Präsident Andrzej Duda (links) und Bundespräsident Joachim Gauck fanden bei ihrem ersten Treffen einen guten Draht zueinander. Bild: dpa
Durchaus mit Sorge war der Antrittsbesuch des neuen nationalkonservativen polnischen Präsidenten Andrzej Duda in Berlin erwartet worden. Einige hatten einen Rückfall in die schwierigen Jahre der Kaczynski-Brüder befürchtet. Nach Dudas Kurzbesuch bei Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel überwiegt Erleichterung, manche sprechen sogar von einer "positiven Überraschung"

Denn auch die großen Krisen in Europa, vor allem der Ukraine-Konflikt und die Flüchtlingsdramen, sehen Berlin und Warschau derzeit nicht gerade in trauter Einigkeit. Doch der neue Präsident, erst 43 Jahre alt, lässt keinen Zweifel daran, dass er Deutschland und die Deutschen mag, nicht nur deshalb, weil seine Frau Agata Deutschlehrerin ist.

Beim Thema Flüchtlinge sieht Gauck die Nachbarn in der Pflicht, nicht nur die Polen. Als größte Themen in den deutsch-polnischen Beziehungen dürften sich in nächster Zeit Polens Forderungen nach stärkerer Nato-Präsenz in Osteuropa und nach einem offiziellen Minderheitenstatus für die zwei Millionen Polen in Deutschland erweisen.
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