Polizei fasst 24-jährigen Deutschen aus Dinslaken
IS-Terrorist in Haft

Ein mutmaßlicher Terrorist des "Islamischen Staats" ist in Dinslaken festgenommen worden. Der 24-jährige Deutsche soll im Oktober 2013 nach Syrien gereist sein und sich der Miliz angeschlossen haben, teilte der Generalbundesanwalt mit. Im November sei er nach Deutschland zurückgekehrt. Am Sonntag wurde er in Karlsruhe von einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof in Untersuchungshaft geschickt.

Hinweise auf konkrete Anschlagspläne lagen nicht vor. Die Festnahme stehe auch nicht im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Frankreich, erklärte die Bundesanwaltschaft. Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) lobte die Arbeit der Ermittler. "Das ist erfolgreiche Arbeit der Polizei und Sicherheitsbehörden", sagte er am Sonntag in Paris. Der Verdächtige wurde von einem Spezialeinsatzkommando der nordrhein-westfälischen Polizei überwältigt. Zudem wurde seine Wohnung in Dinslaken nördlich von Duisburg durchsucht. Dinslaken-Lohberg, wo der Zugriff nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums erfolgte, gilt als Hochburg radikaler Islamisten in Nordrhein-Westfalen.

Bundesweit sind mehr als 550 Islamisten aus Deutschland in das Kampfgebiet nach Syrien und in den Irak ausgereist. Die Zahl steigt kontinuierlich. Etwa 180 sind wieder zurückgekehrt. Nur von etwa 30 ist bekannt, dass sie am bewaffneten Konflikt beteiligt waren. Rund 60 Islamisten aus Deutschland sind in Syrien und dem Irak gestorben.
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