Position des Ethikrats: Im Grundsatz keine Suizidbeihilfe
Gewissensfrage für den Arzt

Der Deutsche Ethikrat hat sich in die Debatte um Sterbehilfe eingeschaltet und sich im Grundsatz gegen eine ärztlich assistierte Selbsttötung ausgesprochen. In einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme empfiehlt das Gremium, das Strafrecht nicht grundsätzlich zu ändern. Eine Mehrheit des Ethikrates lehne auch eine gesetzliche Regelung etwa der ärztlichen Suizidbeihilfe ab.

Damit stellt er sich gegen die Position einer Gruppe von Koalitionsabgeordneten um Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) und die SPD-Fraktionsvize Carola Reimann. Sie wollen einen ärztlich assistierten Suizid gesetzlich regeln, um dem Arzt mehr Rechtssicherheit zu geben.

In der Stellungnahme des Ethikrates heißt es, zwar sei die ärztliche Suizidbeihilfe keine Aufgabe des Arztes - wie die Bundesärztekammer immer wieder festhält. In Ausnahmesituationen aber müssten Gewissensentscheidungen (eines Arztes) in einem "vertrauensvollen Arzt-Patient-Verhältnis" respektiert werden.
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