Präsident Poroschenko schiebt beim Parlament an
Ukraine will in die Nato

Einen Monat vor der Parlamentswahl in der Ukraine hat Präsident Petro Poroschenko den proeuropäischen Kurs seines Landes bekräftigt und eine Abspaltung des umkämpften Ostens abgelehnt. Spätestens 2020 wolle die Ex-Sowjetrepublik den Antrag auf EU-Mitgliedschaft stellen, teilte der Staatschef in Kiew mit.

Der 48-Jährige wies Regierung und Parlament zudem am Donnerstag an, ein Gesetz über den blockfreien Status auszuarbeiten, das dem krisengeschüttelten Land die Perspektive eines Nato-Beitritts ermöglichen würde. Russland fühlt sich durch das Vorrücken der Allianz allerdings in seiner Sicherheit bedroht. Die vorgezogenen Wahlen für die Oberste Rada sind am 26. Oktober geplant.

"Wir kämpfen unseren vaterländischen Krieg für die Unabhängigkeit", sagte Poroschenko vor Journalisten. "Unsere Revolution von 2013/2014 ist mit dem amerikanischen Unabhängigkeitskampf vergleichbar", betonte er. "Das Ziel unserer ambitionierten Reformen sind europäische Lebensstandards, so dass wir 2020 den Mitgliedsantrag für die EU stellen können", sagte der Staatschef. Ein Teil der 60 Reformenvorschläge solle im November vorliegen.
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